Veröffentlichung

Buch-Veröffentlichung: „Die Große Transformation““

Was kann und muss die Gesellschaft tun, um gegen den Klimawandel vorzugehen?

Antworten auf diese Frage finden sich in dem neuen Buch „Die Große Transformation – Eine Einführung in die Kunst Gesellschaftlichen Wandels“, von Prof. Uwe Schneidewind des Wuppertal Instituts, das seit dem 22. August erhältlich ist. Zu dem Buch haben zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beigetragen, darunter auch Klaus Wiesen.

Im Buch wird für konkrete Handlungsbereiche wie Mobilität, Stadtentwicklung, Ernährung oder Ressourcennutzung dargestellt, was sich für eine nachhaltigere Welt verändern muss.

Auch wer zu einem gesellschaftlichen Wandel beitragen sollte und in welcher Form, wird klargemacht. Dabei spielen Politik  Unternehmen und nicht zuletzt die Zivilgesellschaft gleichermaßen eine tragende Rolle.

Dadurch, dass in unzähligen Gesellschaftsbereichen und durch verschiedenste Akteure Veränderungen hervorgerufen werden können und müssen, sprechen die Autoren von einer „Großen Transformation“, einem „großen Umbau von Technik, Ökonomie und Gesellschaft, um mit den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts umzugehen“.

Das Buch ist im S. Fischer Verlag erschienen und ab sofort erhältlich.

Kreislaufwirtschaft in der Teppich-Industrie

Eine Kreislaufwirtschaft eröffnet Chancen für viele verschiedene Branchen und Produkte, die Umsetzung ist allerdings mit vielen Herausforderungen verbunden. Der wissenschaftliche Artikel „Circular Economy Potential for the Carpet Industry“, veröffentlicht im Journal of Global Economics unter Mitarbeit von Klaus Wiesen, zeigt Ansätze für die Teppich-Industrie auf, um die Kreislaufwirtschaft auch in bisher vernachlässigten Branchen zu fördern und ihre Barrieren zu überwinden. Die Autoren nehmen mit dem Fokus auf den EU-Markt den Materialeinsatz der Teppich-Industrie unter die Lupe, analysieren die Wirkung bestehender politischer Rahmenbedingungen und bestimmen den Material-Fußabdruck der Teppichproduktion anhand von drei Szenarien. Sie argumentieren unter Berücksichtigung der ökonomischen und ökologischen Faktoren, dass eine Fokussierung auf hohe Recyclingraten alleine nicht ausreicht, sondern auch signifikante Designänderungen notwendig sind. Den kompletten Artikel finden Sie hier.

WRF-Konferenzband zum Download

Das World Resources Forum hat den Konferenzband „Boosting Resource Productivity“ mit ausgewählten Beiträgen der Konferenzen 2015 und 2016 veröffentlicht. Klaus Wiesen ist als Co-Autor an einem Beitrag beteiligt, der Teilergebnisse des Forschungsprojekts „myEcoCost“ zusammenfasst. In dem Beitrag wird dargelegt, wie sich Ressourcen-Benchmarks verschiedener Produkte und Lebensstile an den Verbraucher kommunizieren lassen.

Das World Resources Forum ist eine jährlich stattfindende Konferenz, die als Pendant zum World Economic Forum ins Leben gerufen wurde. Ziel des Forums ist es, den Wissensaustausch in Bezug auf Ressourcen-Management zwischen Politik, NGOs, Unternehmen und Wissenschaft zu fördern.

Der Konferenzband steht auf der Homepage des World Resources Forums zum kostenlosen Download bereit.

Wissenschaftliches Paper zum Material Footprint

Klaus Wiesen hat zusammen mit seiner ehemaligen Kollegin Monika Wirges das wissenschaftlichen Paper „From cumulated energy demand to cumulated raw material demand: the material footprint as a sum parameter in life cycle assessment“ veröffentlicht. Das Paper unterstreicht die Relevanz des Rohstoffindikators „Material Footprint“ für die Umweltbewertung von Produkten. Der Indikator berücksichtigt alle mineralischen und biotischen Rohstoffe, ist einfach zu erheben und adressiert das größte globale Umweltproblem: Den steigenden Rohstoffverbrauch. Im Paper wird erklärt, wie sich der Material Footprint mit Hilfe von LCA-Datenbanken berechnen lässt und welche Aussagen Entscheider anhand des Indikators treffen können. sustainabill hilft dabei, den Material Footprint präzise für einzelne Produkte abzubilden. Das Paper ist im Journal „Energy, Sustainability and Society“ erschienen und lässt sich über diesen Link kostenlos herunterladen.

Dissertation von Thorsten Merten veröffentlicht

In seiner Dissertation beschäftigte sich Thorsten Merten mit Fragen rund um die automatische Extraktion der Beschreibungen von Software-Features aus Issue-Tracking-Systemen.

Hierfür verwendete er Methoden des Data Mining, Text Mining und Information Retrieval. Die Qualität der angewendeten Methoden wurde anschließend mit verschiedenen Arten der Datenaufbereitung (Preprocessing Techniken) verglichen. Das Ergebnis belegt ein hohes Potential für eine automatische Extraktion der Software-Features. Insbesondere bei Issue-Tracking-Systemen von Open-Source-Software ist eine automatische Extraktion derzeit jedoch noch eine Herausforderungen, da Issues hier häufig inkonsistent beschrieben werden.

Die in seiner Dissertation erarbeiteten Erkenntnisse bringt Thorsten bei sustainabill nicht nur in Data Mining-Prozesse ein. Sie dienen auch zur Optimierung der Software-Engineering-Prozesse und des Issue-Tracker.

Die Dissertation von Thorsten Merten ist Open Access auf dem Dokumentenserver der Universität Heidelberg verfügbar.