Wir sind überzeugt, dass Transparenz die Basis für eine vertrauens- und verantwortungsvolle Zusammenarbeit in der globalen Lieferkette ist”.

DR. SANDRA WOLF, GESCHÄFTSFÜHRERIN
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Riese & Müller ist ein deutscher Premium-Hersteller von E-Bikes, Cargo-Bikes und Falträdern. Mit seinen innovativen Produkten und als Experte für Cargo-Bikes und schnelle HS-Bikes prägt Riese & Müller die Mobilität von morgen und steht für einen nachhaltigen Lebensstil, eine anwendungsorientierte Produktentwicklung und zukunftsweisende E-Bike-Technologien. 

Riese & Müller nutzt sustainabill, um umfassende Transparenz in der Lieferkette zu schaffen und Lieferanten in Bezug auf Nachhaltigkeit zu entwickeln.

Klaus Wiesen, CEO von sustainabill, zählt zu den neu berufenen Mitgliedern im Mittelstandsbeirates des Bundeswirtschaftsministerium für Wirtschaft und Klimaschutz. Er wird den Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, Dr. Robert Habeck, zu den zukünftigen Herausforderungen der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Transformation zu beraten.

„Die aktuellen politischen Herausforderungen sind enorm – auch oder gerade in Bezug auf Nachhaltigkeit. Ich freue mich umso mehr, meine Expertise zu Nachhaltigkeit in Lieferketten in den Beirat mit einbringen zu können“, so Klaus Wiesen. Der Mittelstandsbeirat befasst sich mit der Lage und den Perspektiven kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) sowie der Freien Berufe. Die Mitglieder agieren als unabhängige Persönlichkeiten und vertreten ausschließlich ihre persönliche Überzeugung.

Nachhaltige Lieferketten als Baustein für einen gesunden Mittelstand

Der Mittelstandsbeirat geht auf Initiative des ehemaligen Bundeskanzlers Konrad Adenauer zurück und hat sich seit seiner erstmaligen Einberufung im Jahr 1956 über die Jahrzehnte als ein fester Bestandteil des Wirtschaftsministeriums etabliert. Zwei Mal im Jahr kommen seine Mitglieder zusammen, um die Anliegen des gewerblichen Mittelstands sowie der Freien Berufe zu vertreten und zu diskutieren – und in dieser Legislatur mit einer starken Stimme der nachhaltigen Wirtschaft.

Seit der Gründung in 2017 verfolgt sustainabill die Mission, Nachhaltigkeit in Lieferketten für Unternehmen pragmatisch umsetzbar zu machen und ist damit ein wichtiger Akteur für die nachhaltige Wirtschaft. Klaus Wiesen war vor der Gründung von sustainabill Teamleiter bei der renommierten Nachhaltigkeits-Denkfabrik Wuppertal Institut und wird seine Expertise in diesem Bereich in den Mittelstandsbeirat mit einbringen: „Gerade der Mittelstand ist von der aktuellen Krise durch volatile Preise und Lieferengpässe schwer betroffen. Das darf allerdings nicht dazu führen, dass Nachhaltigkeit in der Lieferkette aus dem Blickwinkel gerät. Schließlich gehört der Klimawandel und die nachhaltige Entwicklung immer noch zu den mittel- und langfristig größten Herausforderungen, die wir nur meistern können, wenn jetzt gehandelt wird”, so Klaus Wiesen.

Quelle Bilder: BMWK

Am 23. Februar 2022 hat die EU-Kommission ihren Entwurf zur EU Directive on Corporate Sustainability Due Diligence, in Deutschland bekannt als EU-Lieferkettengesetz, vorgelegt.

Verglichen zum erst kürzlich verabschiedeten deutschen Lieferkettengesetz, sieht dieser Entwurf an einigen Stellen deutlich strengere Maßnahmen vor. Das bedeutet für Unternehmen, dass sie jetzt ein ganzheitliches Managementsystem für ökologische und menschenrechtliche Sorgfaltspflichten aufbauen müssen, das auch für tiefere Lieferkettenstufen greift.

Wer von diesem Entwurf betroffen ist und welche Neuerungen und Anforderungen er vorsieht, fassen wir in diesem Artikel zusammen.

Welche Anforderungen stellt der Entwurf und was verändert sich im Vergleich zum nationalen Gesetz?

Ein wesentlicher Unterschied zum deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) liegt darin, dass Unternehmen künftig dazu verpflichtet werden sollen, ihre gesamte Lieferkette auf Verstöße gegen Umwelt-, Klima- und Menschenrechte zu kontrollieren sowie geeignete Maßnahmen zur Vermeidung solcher Verstöße zu implementieren. Das LkSG berücksichtigt hier lediglich direkte Zulieferer.

Zudem drohen in dem Entwurf der EU-Direktive bei möglichen Verstößen nicht nur Sanktionen und Bußgelder, sondern auch zivilrechtliche Haftungsregelungen, durch die Betroffene direkte Ansprüche auf Schadensersatz geltend machen können.

Die EU-Kommission legt außerdem, im Vergleich zum nationalen Gesetz, besonderen Wert auf umweltbezogene Sorgfaltspflichten. Diese sind von deutschen Unternehmen Stand jetzt nur zu beachten, insofern sie im Zusammenhang mit expliziten Menschenrechtsverletzungen stehen. 

Darunter fällt auch ein besonderer Fokus auf den Klimaschutz. Demnach sollen europäische Unternehmen dazu verpflichtet werden, ihre Unternehmensstrategie mit dem Ziel des Pariser Abkommens (1,5°-Ziel) zu vereinbaren.

Dabei stehen auch die Unternehmensverantwortlichen stärker im Vordergrund. Diese sollen sicherstellen, dass ihre Strategie künftig mit dem europäischen Green Deal übereinstimmt. Entsprechende Maßnahmen der Verantwortlichen sollen dabei relevant für deren Bonuszahlungen sein. Es werden ebenfalls zahlreiche Parallelen zur Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) und der Taxonomie-Verordnung hergestellt.

Eins ist klar: Sollte der Entwurf der EU-Kommission in dieser Form verabschiedet werden, müsste das Gesetz auf deutscher Ebene nachgebessert werden und würde neben höheren Anforderungen auch die Haftungsreglungen für Unternehmen deutlich verschärfen.

Welche Unternehmen sind betroffen?

Auch hier besteht ein Unterschied zum deutschen LkSG, laut Kommissionsvorschlag sind folgende Unternehmen vom EU-Lieferkettengesetz betroffen:

  • Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeiter: innen und min. 150 Mio. Euro Jahresumsatz
  • Unternehmen aus Risikosektoren mit mehr als 250 Mitarbeiter: innen und min. 40 Mio. Euro Jahresumsatz
  • EU-ansässige ausländische Unternehmen mit mehr als 150 Mio. Euro Jahresumsatz

Zu Risikosektoren gehören u.a. der Bergbau, die Textilbrache oder die Landwirtschaft.

Demnach wären kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU) zwar nicht direkt von dem EU-Lieferkettengesetz betroffen, allerdings indirekt, wenn diese als Zulieferer von größeren Unternehmen agieren.

Laut EU-Kommission wären rund 17.000 Unternehmen direkt von dem europaweiten Lieferkettengesetz betroffen.

Wie geht es weiter?

Der Kommissionsentwurf wird im Folgenden dem Europäischen Parlament sowie dem Europäischen Rat vorgelegt. Sollte er verabschiedet werden, sind die EU-Mitgliedstaaten dazu verpflichtet, die Richtlinie innerhalb von zwei Jahren nach Inkrafttreten in nationales Recht umzuwandeln (spätestens 2024).

Bei der Umsetzung durch Unternehmen wird dagegen nach Unternehmensgröße unterschieden. Demnach müssen große Unternehmen die Richtlinie innerhalb von zwei Jahren nach Inkrafttreten umsetzen, mittelgroße Unternehmen innerhalb von vier Jahren.

Betroffene Unternehmen müssen die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften nicht nur für sich und ihre Tochterunternehmen gewährleisten, sondern ebenfalls für ihre Zulieferer entlang der Wertschöpfungskette. Somit ist Transparenz innerhalb der Lieferkette so wichtig wie nie zuvor!

Frühzeitiges Positionieren und Vorbereiten auf zukünftige Herausforderungen kann somit, gerade für KMUs, echte Wettbewerbsvorteile bedeuten.

Wie unterstützt sustainabill bei der Erfüllung der EU Directive in Corporate Sustainability Due Diligence?

Die Notwendigkeit von verstärkter Transparenz innerhalb der Lieferkette ist durch das 2021 verabschiedete LkSG bereits beschlossene Sache. Hier bietet die sustainabill Cloud Plattform bereits konkrete Lösungsansätze, um Unternehmen die Einhaltung von Umwelt- und Menschenrechtsschutz entlang der Lieferkette zu vereinfachen.

Doch schon jetzt geht sustainabill über die aktuellen regulatorischen Vorgaben hinaus!

Durch ein effizientes Monitoring der direkten Lieferanten und die weiterführende Einbindung der Vorlieferkette ermöglicht sustainabill Unternehmen und ihren Beschaffungsteams eine ganzheitliche Risikoanalyse und Monitoring in der Lieferkette. Somit sind Unternehmen bereits heute auf regulatorische Anforderungen wie die EU-Direktive vorbereitet.

In Kombination mit den weiterhin bestehenden Features wie…

  • Regelmäßige Risikoanalyse sustainabill holt automatisiert Selbstauskünfte von Ihren Lieferanten ein
  • Präventionsmaßnahmen Kommunizieren Sie Maßnahmen und überwachen Sie den Umsetzungsstand über die Plattform
  • Dokumentation und Reporting sustainabill dokumentiert alle Anfragen an Lieferanten und ermöglicht ein qualifiziertes Reporting an das Top-Management, Behörden sowie internationale Berichtsstandards wie GRI

…bietet Ihnen die sustainabill Cloud Plattform das ideale Tool, um bevorstehende Herausforderungen zu meistern.

Sie wollen mehr erfahren. Sprechen Sie uns an.

Whitepaper: Risikomanagement für Nachhaltigkeit in der Lieferkette

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Laden Sie dieses Whitepaper herunter, um zu erfahren, wie Sie die Anforderungen des Lieferkettengesetzes durch Digitalisierung und Kollaboration zukunftsfähig umsetzen.

  • Ein ganzheitliches, risikoorientiertes Vorgehen ist Voraussetzung für eine effiziente und zielgerichtete Umsetzung

  • Fundiertes Nachhaltigkeitsmanagement in der Lieferkette ist ein Wettbewerbsvorteil

  • Transparenz und vertrauensvolle Kollaboration hat positive Auswirkungen auf die Lieferkettenresilienz

Die E-Mail-Adresse sollte ein ‘@’-Zeichen und eine gültige Domain mit einem Punkt enthalten.

Whitepaper zum Download

Whitepaper_Mineral_Supply_Chains

(Auf Englisch) Lesen Sie dieses Whitepaper, um mehr über die Herausforderungen in Mineralienlieferketten zu erfahren und wie Sie diese mit Cloud-Technologie bewältigen können.

  • Regulierungsbehörden und andere Stakeholder fordern zunehmend, dass Unternehmen Verantwortung für ihre Lieferketten übernehmen

  • Die Ziele sind, Nachhaltigkeit voranzutreiben, Verantwortung zu übernehmen und Risiken zu mindern

  • Unternehmen stehen vor fünf zentralen Herausforderungen, um die Transparenz in der Lieferkette zu erhöhen, wobei die begrenzte Sichtbarkeit in der Lieferkette die größte Herausforderung darstellt

Die E-Mail-Adresse sollte ein ‘@’-Zeichen und eine gültige Domain mit einem Punkt enthalten.

Whitepaper zum Download

Whitepaper_Climate_Action

(Auf Englisch) Laden Sie dieses Whitepaper herunter, um zu erfahren, wie Sie eine Strategie für das Management von Klimaemissionen in der Lieferkette entwickeln und Klimaziele erreichen können.

  • Die globalen Temperaturen liegen ein Grad über dem vorindustriellen Niveau und Klimaschutz ist der neue Standard für Unternehmen

  • Engagement der Lieferanten ist entscheidend

  • Cloud-Plattform-Technologie kann Unternehmen bei der Zielerreichung unterstützen

Die E-Mail-Adresse sollte ein ‘@’-Zeichen und eine gültige Domain mit einem Punkt enthalten.

„Sozialer Konsum ist die Wirtschaft der Zukunft und die müssen wir schon heute gestalten.”

DR. SEBASTIAN STRICKER, GRÜNDER & GESCHÄFTSFÜHRER
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share ist DIE Impact-Marke. Die Produkte, bei deren Kauf automatisch an bedürftige Menschen gespendet wird, sind mittlerweile an über 12.000 Verkaufsstellen erhältlich. Nachhaltigkeit ist im Unternehmen fest verankert und nun will share Nachhaltigkeit in der Lieferkette noch ganzheitlicher etablieren und für die wachsende Lieferantenanzahl effiziente Strukturen schaffen. Mit sustainabill hat share nun die Lieferanten für Lebensmittel, Getränke und Hygiene über das sustainabill Sustainability Maturity Assessment qualifiziert.

  • Ergebnis: Nach 2 Monaten haben sich 92% der Lieferanten registriert, 87% haben as Assessment abgeschlossen
  • Mehrwerte: Risikoanalyse als Basis für Lieferantengespräche
  • Nächste Schritte: Mapping der Lieferkette für Risiko-Rohstoffe 

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Das Familienunternehmen Develey, Gewinner des Deutschen Nachhaltigkeitspreises, nutzt die Cloud-Plattform sustainabill, um auf eine klimaneutrale Lieferkette hinzuarbeiten. Mit sustainabill erreichte Develey volle Transparenz bei Senf- und Ketchup-Produkten:

  • 62 Zuliefererfacilities onboarded
  • Tier 1-3 abgedeckt
  • Drei Wochen Onboarding-Zeit
  • 97% der Lieferanten auf der Plattform registriert
  • 90% des Einkaufsvolumens der Kernprodukte abgedeckt

Was bedeutet das Lieferkettengesetz in der Umsetzung?

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In diesem Webinar erfahren Sie, wie eine erfolgreiche und zukunftssichere Implementierung des Lieferkettengesetzes gelingen kann. Zusammen mit unserem Partner Löning – Human Rights and Responsible Business diskutieren wir praxisnahe und innovative Lösungen.

Referent*innen: Alice Homuth, Markus Löning, Klaus Wiesen

In diesem Webinar erfahren Sie:

  • Was das Lieferkettengesetz in der Umsetzung bedeutet und wie eine effiziente Implementierung in Ihrem Unternehmen gelingt

  • Wie die Integration der Gesetzesanforderungen in Ihre Managementsysteme und -funktionen erfolgt

  • Best practice Umsetzungsbeispiele aus Unternehmen

Die E-Mail-Adresse sollte ein ‘@’-Zeichen und eine gültige Domain mit einem Punkt enthalten.

Emissionsfreie Lieferketten – durch Digitalisierung und Transparenz

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Etwa 75% der Treibhausgasemissionen entstehen in Unternehmen in der Lieferkette. Damit stellt die Wertschöpfungskette im Rahmen von Klimaschutzmaßnahmen einen besonders relevanten Hebel dar. Auch Gesetzgeber*innen und Investor*innen verlangen von Unternehmen verstärkt Transparenz und nachweisbare Maßnahmen in Bezug auf Klimaschutz in der Lieferkette.

Referent: Klaus Wiesen, CEO sustainabill

In diesem Webinar erfahren Sie:

  • Welche Daten benötigt werden um Emissions-Schwerpunkte zu identifizieren.

  • Wie Anforderungen an internationale Standards und Berichtsprüfungen erfüllt werden können.

  • Wie sich Lieferant*innen bei der Datenerfassung erfolgreich einbinden lassen